Review: Notiz- und Dokumentenmanager Evernote
Es gibt unzählige Notizprogramme für den Mac. Das größte Problem all dieser Programme ist jedoch, dass der Nutzer meistens nicht an seinem Computer sitzt, wenn er die besten Einfälle hat und das Programm am dringendsten benötigt. Somit konnte es noch kein Notizprogramm mit einem simplen und immer verfügbaren Notizbuch und Bleistift aufnehmen. Mit Evernote könnte sich das jedoch ändern.
Evernote ist nicht bloß eine Applikation für den Mac. Es gibt Evernote in einer Version für Windows und für Windows Mobile, als Webapplikation und in einer auf Mobiltelefone zugeschnittenen Web-Version. Der Clou ist, dass alle Notizen online (in der viel beschworenen Cloud) gespeichert werden und so in allen Applikationsvarianten zur Verfügung stehen.

Notizen können so auf dem Mac verfasst werden und unterwegs auf dem iPhone oder im Internetcafé bearbeitet werden. Die Daten werden dabei stets synchron gehalten.
Wirklich interessant wird Evernote aber erst durch weitere Funktionen. Man kann in Evernote nicht nur Textnotizen, sondern auch Bilder, PDFs, Audiodateien oder sogar Webseiten speichern. Dafür erhält man in der kostenlosen Version von Evernote 40MB Speicherplatz auf dem Server.
Legt man ein Bild in Evernote ab, so erkennt das Programm automatisch darin enthaltenen Text und macht den Inhalt von Bildern damit durchsuchbar. Das Programm erkennt sogar die Werbeaufschriften am Picadilly Circus.

Ein weiteres praktisches Feature ist die E-Mail Adresse, die man von Evernote erhält, z.B. user.1234@m.evernote.com. Notizen oder Dateien die man an diese Adresse schickt, landen automatisch in Evernote. Leider hat Evernote in meinen Versuchen E-Mails mit einem Bild als Attachment, die ich von meinem Blackberry aus gesendet habe, nicht angenommen. Das Programm befindet sich allerdings noch in der Beta-Phase.
Weiters gibt es ein Bookmarklet mit dem man Webseiten in Evernote speichern kann. In der Mac-Version ist auch eine kleine Applikation für die Menüleiste enhalten, mit der man Daten aus der Zwischenablage oder Screenshots sehr einfach in Evernote speichern kann.

Evernote ist wesentlich mehr als nur Notizprogramm. Evernote geht schon eher als kleines Dokumentenmanagement-System durch, das es durchaus mit Programmen wie Yojimbo aufnehmen kann. Praktisch an der Lösung ist, dass man auf alle Daten jederzeit und von unterschiedlichen Systemen aus zugreifen kann. Auch von unterwegs.
Die Beta-Version scheint noch die eine oder andere Macke zu haben. Insgesamt macht Evernote jedoch schon einen recht runden Eindruck.
Das Programm kann man derzeit nur mit einer Invitation nutzen. Wenn man seine E-Mail Adresse bei Evernote hinterlässt bekommt man jedoch relativ schnell eine Einladung zugeschickt. Ich habe noch einige Einladungen zu vergeben. Wer eine möchte, kann mir einfach eine Mail schicken. Update: Mittlerweile läuft der Beta-Test öffentlich und man benötigt keine Invitation mehr um Evernote nutzen zu können.
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