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WLAN Umgebung analysieren und optimieren mit KisMAC und iStumbler

Wenn das WLAN zu langsam ist oder man Probleme mit der Zuverlässigkeit der Verbindung hat und häufig Aussetzer und eine langsame Verbindung erlebt, zahlt es sich aus seine persönliche WLAN Umgebung zu analysieren. Danach kann man die eigenen WLAN-Einstellungen gezielt anpassen.

Die beiden kostenlosen WLAN-Scanner KisMAC und iStumbler können dabei helfen.

In urbanen Gebieten empfängt man nicht selten ein Dutzend und mehr WLAN-Netzwerke gleichzeitig. Senden alle Netzwerke in ähnlichen Kanälen, kann es zu Konflikten und und damit zu schlechter WLAN-Performance kommen.

Damit man die Einstellungen des eigenen Access Points beziehungsweise WLAN-Routers optimal an die Umgebung anpassen kann, muss man sich zunächst ein Bild über die in der Umgebung funkenden Drahtlosnetze machen. Wichtig ist zu wissen auf welchen Kanälen die Nachbarn funken. Danach kann man für das eigene Netz einen Kanal wählen, der möglichst 2 Kanalstufen von den anderen entfernt ist.

Netzwerkscanner

Zum Analysieren der Netzwerkumgebung eignen sich auf dem Mac die beiden Programme KisMAC und iStumbler.

Beide Programme suchen die in der Umgebung funkenden Netzwerke und listen diese mit den allen nötigen Details auf.

Die beiden Programme unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt voneinander: KisMAC sucht passiv nach Netzen indem es nach Datenpaketen lauscht und diese analysiert. iStumbler versucht durch aktive Kontaktaufnahme die Funknetze in der Umgebung aufzuspüren.

iStumbler liefert unter Umständen weniger genaue Ergebnisse. Nämlich dann, wenn Funknetze so konfiguriert sind, dass sie auf die Verbindungsversuche von iStumbler nicht antworten. Mehr dazu im O’Reilly Artikel Passive Scanning with KisMAC. Zum Optimieren des eigenen Netzwerkes, sollte das etwas besser nutzbare iStumbler jedoch völlig ausreichend.

Hat man die Umgebung nach Drahtlosnetzen gescannt, kann man diese nach den genutzten Kanälen sortieren. Meistens wird man dabei eine Häufung von Netzwerken in bestimmten Kanälen feststellen. Die Kanäle 1 und 6 scheinen beispielsweise beliebte Voreinstellungen in vielen Routern und Access-Points zu sein.

KisMAC Screenshot

iStumbler Screenshot

Kanal konfigurieren

Als Kanal für das eigene Netz sollte man anschließend einen Kanal wählen, der zumindest 2 Stufen von denen der umgebenden Netzwerke entfernt ist. Funken die Netzwerke in der Nachbarschaft also auf den Kanälen 1 und 6, bieten sich die beispielsweise die Kanäle 3 und 4 an. Damit sollte Störungen zumindest teilweise vermeiden können.

Wer das noch fundierter nachlesen möchte, findet in der c’t 13/2009 einen ausführlichen Artikel zur Optimierung von WLANs.

Wer eine Airport Extreme oder Express als Access-Point verwendet, findet die nötigen Einstellungen unter “Manuelle Konfiguration / Drahtlos / Kanal”.

AirPort Dienstprogramm Kanal einstellen

Es lohnt sich jedenfalls ein bisschen mit der Wahl der Kanäle zu experimentieren.

KisMAC und iStumber sind beide kostenlos und OpenSource.

Artikel-Thumbnail: flickr nicolasnova cc

Ein Kommentar – Kommentieren oder Pingen

  1. Diga

    Wenn es der Router/Access-Point unterstützt ist es vernünftig die Kanalwahl auf automatisch zu stellen. Der Router wählt dann den optimalen Kanal.

“WLAN Umgebung analysieren und optimieren mit KisMAC und iStumbler”